PC-Hardware

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Tipps zum Kauf von PC-Komponenten

Hauptplatine (Mainboard, Motherboard)

Mit dem Kauf der Hauptplatine entscheidet sich gleichzeitig die Art des PC-Systems (AMD oder Intel) und somit der Kauf des Prozessors. Hinzu kommt die Bauweise, sprich der Formfaktor oder die Größe des neuen Rechners. Viele neuere Hauptplatinen werden im so genannten Micro-ATX (µATX, mATX) Formfaktor angeboten. Diese sind sehr kompakt aufgebaut und haben meist drei Steckplätze für zusätzliche Erweiterungskarten, wie Grafikkarte, TV-Karte o.ä. Anschlüsse für Netzwerk, Sound, USB und Grafik sind direkt "OnBoard" verbaut.
Für allgemeine Zwecke sind diese Hauptplatinen vollkommen ausreichend. Für anspruchsvollere Aufgaben wie CAD-Anwendungen, 3D-Echtzeit Entwicklungen oder eben auch das Jagen von 3D Pixelmonstern über den Bildschirm sind entsprechende Mainboards erforderlich. Diese sind im Full-Size-ATX Standard aufgebaut und besitzen dann z.B. zwei Steckplätze für die Grafikkarten, welche dann im Verbund betrieben werden und die geforderten Leistungen erbringen können.

Worauf ist beim Kauf von Hauptplatinen zu achten:

  • Erweiterungsmöglichkeit des Prozessors, d.h. Unterstützung von Mehrkern-CPU (z.B. von AM2 auf AM2+ und AM3)
  • Einbaumöglichkeit von mindestens 4GB Arbeitsspeicher (RAM), viele Hersteller bieten bereits Erweiterungen bis 16 GB und mehr an
  • Onboard Grafiklösungen sind sicher nicht die "Renner", allerdings eine sehr gute Grundausstattung und Ausweichmöglichkeit und sollten daher nicht fehlen
  • Netzwerkadapter sollten bereits über eine Bandbreite von 1GBit verfügen
  • Soundsysteme sind meist im 7.1 Standard vorhanden, mit weniger sollten Sie sich nicht zufrieden geben
  • Anschlüsse zum Netzteil sollten bereits über 24 Pins verfügen, also dem ATX 2.2 Standard entsprechen
  • Genügend Anschlussmöglichkeiten für SATA-Festplatten und Laufwerke - mindestens vier an der Zahl sollten es schon sein - und RAID-Fähigkeit

 

Prozessor (CPU)

AMD oder Intel - Intel oder AMD - hier scheiden sich noch sehr oft die Geister. Für welches System man sich letztendlich entscheidet oder entscheiden soll hängt im Wesentlichen von dem ab was, wann und wieviel an dem Computer gearbeitet wird. Allgemein kann behauptet werden, dass ein AMD-System von allem etwas hat und zudem im Umgang mit Energie effizienter umgeht. Intel-Systeme bieten vor allem bei der Be- und Verarbeitung von aufwendigen Grafiken und Videos einige Vorteile, sind allerdings auch etwas preisintensiver.

Das wichtigste Merkmal beim Kauf eines Prozessors ist der passende Sockel auf der Hauptplatine. Das ein von Intel gefertigter Prozessor nicht auf einen Sockel 754, 939, AM2 etc. für AMD Prozessoren passt leuchtet sicher jedem ein. Aber auch innerhalb der beiden Hersteller gibt es entsprechende Unterschiede. In guten Internetläden findet sich der passende Sockel in den Produktbeschreibungen der Prozessoren. Logisch dass dieser dann mit dem der Hauptplatine verglichen werden muss - was wiederum auf deren Herstellerseiten im Web zu finden ist.

Allgemeine Unterscheidungsmerkmale zwischen den Prozessoren:

Die Semprons von AMD und die Celerons von Intel - von mir gern als Spassverderber bezeichnet - sind die beiden Sparversionen der Hersteller. Für NUR Office und Internet sind beide Typen ganz gut geeignet - für NUR etwas mehr aber auch nicht. Der einzige Vorteil besteht dann eben nur im Preis.

AMDs Athlon-Serie und Intels Pentium-Serie sind typische Vertreter der Desktop-Prozessoren für die Allgemeinheit - ob mit einem, zwei oder vier Kernen. Für etwas mehr im Geldbeutel und in der Steckdose erhält man genügend Leistung für die täglichen und anspruchsvolleren PC-Arbeiten.

Die Phenoms, Opterons von AMD und Xeons von Intel sind mit ihren Mehrfachkernen (4, 6, 8 und mehr) eher für Arbeitsstationen und Server gedacht - also da wo richtig Leistung gebraucht und verbraucht wird. Für die Allgemeinheit demnach völlig überdimensioniert und preislich auch eine andere Liga.

Genauere Beschreibungen der CPUs findet man auf den Webseiten von Intel und AMD

Arbeitsspeicher (RAM)

Arbeitsspeicher kann eine moderner PC einfach nicht genug haben. Wäre da nicht die Einschränkung eines 32Bit Betriebssystems, dass eben "nur" maximal 3GB addressieren, sprich verwalten, kann. Die Entwicklung spricht allerdings 64Bit und da sind es eben satte 128GB RAM welche addressiert werden können.

Für welchen Hersteller man sich hier entscheidet ist nahezu sch... egal - eben Hauptsache genug. Nur der allerbilligste RAM sollte es dann doch nicht sein. Beachtung sollte hier vor allem den Latenzzeiten geschenkt werden. Diese wirken sich wesentlich empfindlicher auf die Arbeitsgeschwindigkeit aus als irgendwelche Taktraten.

Noch wichtiger ist jedoch, dass sich auf allen Steckplätzen für den RAM immer der gleiche Typ befindet.
Im Klartext heißt das:

  • zunächst auch hier auf den Sockeltyp achten - DDR mit 184PIN, DDR2 & DDR3 mit 240PIN - und richtig einbauen siehe Kerben
  • einseitig bestückte und doppelseitig bestückte Module haben auf einem Mainboard zusammen NICHTS zu suchen
  • bei unterschiedlichen Module von z.B. unterschiedlichen Herstellern immer auf gleiche Latenzzeiten achten (CL4, CL5)
  • bei unterschiedlichen Latenzzeiten und automatischer Einstellung im BIOS des PCs "gewinnt" immer die schlechtere Latenzzeit, was den PC langsamer werden lässt
  • das teuere Module besser und schneller sind als preiswerte (oft als "Value-Select" bezeichnet) ist schlichtweg ein Ammenmärchen - diverse Performancetests haben das bewiesen

 

Grafikkarten

  • Die Grafikarte ist ein so genanntes Subsystem jedes PCs und somit ein "Minicomputer" im PC selbst.
  • Obwohl die AGP Schnittstellen dem PCI-Express Platz machen mussten ist auch beim Kauf der Grafikkarte wieder auf den Sockel zu achten. Eine noch so gut und günstige AGP-Karte wird nun mal nicht auf einen PCIe-Steckplatz passen. Und die absolut geile PCIe-Grafikkarte will mit einem AGP-Sockel auch nix zu tun haben.
  • Ein weiteres Merkmal ist die Breite der Grafikkarte, gerade bei den oben erwähnten Micro-ATX Hauptplatinen. Denn allzu "fette" Grafikkarten beanspruchen schon mal den Platz für Zwei, so dass der benachbarte PCI-Steckplatz blockiert wird.
  • Von Grafiklösungen mit so genannten Turbo-Cache ist prinzipiell abzuraten, da diese wie On Board-Grafikkarten auf den langsameren Hauptarbeitsspeicher zurückgreifen. Daher lieber einen Zehner oder auch Zwanziger drauflegen und gleich ordentlich einkaufen.
  • Der Anschluss an einen TFT-Monitor sollte über einen DVI-Ausgang der Grafikkarte erfolgen. So ist die beste Bildqualität gewährleistet.
  • Ansonsten ist nur der eigene Geldbeutel bzw. die eigene Vernunft das Limit für den Kauf einer Grafikkarte. Je höher die Taktung und je mehr RAM auf der Karte verbaut sind, desto mehr Leistung ist zu erwarten. Wieviel davon wirklich gebraucht wird, kann hier nicht beantwortet werden.






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